Island Dezember 2016

Am 08.12.16 war es endlich wieder soweit: ISLAND - WIR KOMMEN! Es waren wieder 2 Jahre vorbei und die grosse Sehnsucht nach dieser wundervollen Insel wollte gestillt werden. Nach dem letzten Sommerbesuch hatten wir uns vorgenommen lieber mal im Winter zu kommen, wenn nicht ganz so viele Touristen da sind. Schnee, Eis und Polarlichter standen auf der Wunschliste.

Als wir in strömendem Regen ankamen war zumindest schon mal klar, dass es mit dem Schnee und Eis nicht klappen würde. Wir nahmen also unserem Mietwagen (Suzuki Vitara) entgegen und fuhren im Regen zum Hotel Ranga. Das Hotel hatten wir uns im Sommer angesehen. Es liegt in der Nähe von Hella und soll ein guter Ausgangspunkt für das Beobachten der Polarlichter sein.  Soweit zur Theorie.... wenn Polarlichter da sind, braucht man aber auch einen möglichst klaren Himmel um sie zu sehen. Im Hotel kann man vermerken, dass man geweckt werden möchte, wenn Polarlichter gesehen werden. Leider hat uns nachts nur der Fehl-Feuerarlam geweckt. Leider waren keine Polarlichter zu sehen.

 

Am 09.12.16 fuhren wir dann zum Skogarfoss und zum Seljalandsfoss und dann ging es langsam Richtung Reykjavik, wo wir nächsten 2 Nächte im Hotel Fron in der Innenstadt verbrachten. Am 2. Abend war es trocken, aber noch einiges an Wolken am Himmel, aber ohne Fleiss kein Preis... also ging es abends nochmal auf Polarlichtsuche.

Nun stellt man sich ja die Polarlichter so vor, wie sie auf den Bildern immer zu sehen sind. Hell leuchtende Winde am Himmel, aber mit dem blossen Auge sieht das doch ganz schön anders aus, vor allem, wenn es bewölkt ist.  Wir fuhren also aus der Stadt raus und auf einmal sahen wir eine Wolke, die einen leichten Grünschimmer hat. Ich machte ein Foto und auf diesem war das Leuchten deutlich zu sehen. Wenn man sich erstmal an die Lichtverhältnisse gewöhnt hat und weiss, wonach man sucht, findet man sie besser. Vor allem wenn man den Blick nach Norden richtet, denn nur dort sind Nordlichter zu sehen.

Am 10.12.16 machten wir eine kleine Tour über die Halbinsel Reykjanes. Da die Sonne erst um 11 Uhr aufgeht und um 15.30 Uhr schon wieder weg ist muss man sich ganz schön ran halten um ein bisschen was zu sehen. Es war eine wundervolle Lichtstimmung, da die Sonne ja nie richtig hoch kommt und somit immer schon eine leuchtendes Nachmittagslicht vorhanden ist.

Es ging als erstes auf der 42 zum See Kleifarvatn, dann weiter Richtung Küste und dann auf die 427 Richtung Grindavik und weiter zum Leuchturm. Auf dem Weg genossen wir die Gewalt der grossen Wellen, die bemoosten Lavafelder und die Erdwärme.

Da wir ja nun wussten wonach wir suchten, wollte wir auf jeden Fall rechtzeitig und ohne viel Lichtverschmutzung in den Norden schauen. Also Keflavik und Reykjavik mussten in unserem Rücken sein. Also war es logisch, dass wir nach Gardur ganz an der Spitze fuhren. Schon auf dem Weg war ein wunderschönes grünes Polarlicht zu sehen. Recht früh sogar. Es war grade mal 19.30 Uhr. Normal sagt man, dass die beste Zeit zwischen 21 und 1 Uhr ist. Aber zum Glück ist unsere Natur ja flexibel.

Am Leuchturm angekommen standen dort schon einige Fotografen die das Spektakel gemeinsam mit uns genossen. Um 21 Uhr war es dann so zugezogen, dass leider keine Nordlichter mehr zu sehen waren. Dafür kamen aber 6 Busse voll mit Touristen, die auf Polarlichter hofften - Pech gehabt. Für uns war klar, dass wir auf gar keinen Fall eine solche Tour machen wollten. Es gibt gute Homepages, wo man relativ gut sehen kann, ob die Wahrscheinlichkeit auf Nordlichter da ist oder nicht und vor allem zu welchen Zeiten sich wo Wolken befinden.   

http://en.vedur.is/weather/forecasts/aurora/

Zusätzlich hatten wir die APP Aurora Forecast auf dem Handy, die uns auch gute Dienste geleistet hat.

Wieder im Hotel Fron angekommen ging es ans Packen. Das Hotel lieft ja sehr zentral in der , dies hat allerdings den Nachteil, dass keine Parkplätze vorhanden sind und es Freitag und Samstag sehr laut ist.

Eins ist wiedermal klar: In spätestens 2 Jahren sind wir wieder auf Island! Bis dahin hoffe ich, dass Island nur Besucher bekommt, die respektvoll und rücksichtsvoll  mit der Natur umgehen!

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